Es muss dir egal sein, was andere denken

Es muss dir egal sein, was andere denken/Erst wenn dir egal ist, was andere denken, wirst du frei sein.

Der Spruch ist ein Klassiker der Kategorie „Das Gegenteil von gut ist gut gemeint.“ Es is immer gut gemeint, wenn das jemand sagt, manchmal wird es sogar zitiert, weil das irgendwelche Gurus wie viele andere unglücklichmachende, realitätsferne und sektenmäßige Ratschläge verbreiten.

Wenn einem egal ist was andere denken is man eine Amöbe und kein hoch entwickeltes soziales Lebewesen, ein Mensch. Klar is einem nicht egal, was andere denken. Es war mal überlebenswichtig integriert zu sein in einer Gemeinschaft. Auch heute ist es zwar schon möglich völlig allein zu leben, aber wer will das schon, dafür sind wir ja überhauptnicht gedacht. Also NATÜRLICH ist es wichtig, was andere denken. Durch die Reflektion der anderen erkennen wir ja auch erst uns selbst.

Echt, der Spruch is einfach nur dumm. Und spielt natürlich mal wieder dem Patriarchat in die Hände. Ein weiterer Vorwand sich nicht von Gefühlen lenken oder auch nur beeinflussen zu lassen. Offen zu sein, empfangend, weiblich. Weil das is ja schlecht. Omygoddess, wie schwach sinn ig

siehe auch http://www.keinname.at/die-lukasschen-kommunikationsaxiome/

Und dazu, WAS einem wichtig ist...

Welche Leute WAS von einem halten.

Am Anfang die Familie
Dann die Schule

Lauter Vorbilder die selbst nur müssen und sollten, gemusst und gesollt haben.

Auf der Uni Kant und Wittgenstein, Voltaire, Sokrates und die ganzen anderen Typen mit ihrer gänzlich eingeschränkten männlichsingulären Sicht der Dinge. Die über Mutterliebe sagten sie wär universell. Blind wie Maulwürfe.

Oder sogar gewalttätig gegenüber ihren Frauen und Kindern. Tolle Vorbilder, von denen kann Mann was lernen, kotzspeib.

Musiker, Schauspieler, Influencer, die haben’s geschafft! Was? Dass ihnen 1000e andere nacheifern? So sein wollen wie sie? SO, so und nicht anders.

Wo bleibt der Mensch?