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Es ist vollkommen sinnlos sich darüber Gedanken zu machen was andere über einen denken. (Deswegen ist es auch sinnlos Argumente gegen Donald Trump vorzubringen, denn seine Anhänger werden immer an ihn glauben, vollkommen egal was er sagt oder tut, was offensichtlich völlig schwachsinnig ist. Weil sie einfach gut über ihn denken. Und in dieses Schema wird alles eingeordnet. Und Dinge, die nicht wie ein mondförmige Bauklotz in die mondförmige Öffnung passen, werden einfach beiseite gelegt.)

Ich weiß bestimmte Fakten über eine Person. Zum Beispiel sehe ich, dass diese Person schwarz angezogen ist. Jedoch behauptet die Person diese Phase wäre vorbei und sie würde sich nicht immer schwarz anziehen, sondern im normalen Leben eigentlich immer Jeans tragen. Nun ist es zugegebenermaßen und vorsichtig bis dumm bei einem völlig anderen Thema zu sagen „ich mag keine schwarz angezogenen Menschen“. Da ist es dann völlig egal, was für einen Punkt man mit dieser Aussage tätigen möchte oder was auf diese Aussage folgt. Man hat verschissen. Wahrscheinlich. Es ist aber auch möglich dass die andere Person die Aussage neutral betrachtet. Da sie ja von sich behauptet hat, dass sie selbst kein schwarz mehr trägt, könnte man ja durchaus davon ausgehen, dass sie sich nicht persönlich angegriffen fühlt. Es gibt also immer zwei Möglichkeiten zu reagieren. Es gibt hunderte Möglichkeiten etwas zu interpretieren, aber nur zwei Seiten. Wenn ich die Person mag und respektiere dann werde ich ihre Aussagen positiv auffassen. Egal was diese Person sagt, ich quetsche das irgendwie in meine Glaubenswelt. Wenn ich die Person nicht mag dann werde ich alles was sie sagt negativ auffassen. Wenn ich eine Person noch nicht gut kenne und noch nicht weiß was ich von ihr halten soll, dann sind beide Möglichkeiten offen und das birgt einen Riesennährgrund für Missverständnisse. Das ist auch der Grund für die so oft vollkommen in die Irre laufende Kommunikation in sozialen Medien, wo sich wildfremde Leute, die einander noch nie im Leben begegnet sind und nichts voneinander wissen, aneinander reiben. Das ist völliger Irrsinn. Das kann gar nicht funktionieren. Weil, damit die Kommunikation funktioniert, braucht es erst eine Art Beziehung. Und eigentlich sogar zwingend eine positive Beziehung. Wenn ich eine schlechte Meinung von einem gewissen Politiker habe, dann sind alle seine Aussagen für mich dumm und nicht nachvollziehbar, auch wenn dieser Politiker vielleicht manchmal genau das selbe sagt wie der den ich wähle. Wenn jemand einmal in Ungnade gefallen ist, dann kommt der jenige kaum wieder heraus.

Es ist ja auch völlig normal und gut so. Wenn sich jemand falsch verhält, dann trägt es ja zu meiner Interpretation bei. Und Taten zählen nach wie vor mehr als Worte.

Und dann kommt noch ein Phänomen hinzu. Politiker dürfen massenhaft Fehler machen, aber was sie keinesfalls dürfen, ist es, einen Fehler zuzugeben. Denn damit würde ja die Welt zusammenbrechen, die sie aufgebaut haben. Das Bild, das sie in der Öffentlichkeit haben und das wie wir jetzt wissen wesentlich wichtiger ist als alles andere, muss aufrecht erhalten bleiben. Und solange Fehler zugeben keine Tugend ist, wird sich das nicht ändern. Ich halte auch Politiker TV Debatten für ein Armutszeugnis unserer Gesellschaft. Einer wirft dem anderen etwas vor aus der Vergangenheit und der andere wirft demjenigen dann andere Dinge aus der Vergangenheit vor. Gleichzeitig wird betont, was die eigene Partei nicht alles in der Vergangenheit geleistet hat. Es ist immer die Rede von WIR. Obwohl die Person, die da spricht, ja mitunter nichts mit dem, was die Partei in der Vergangenheit geleistet und verbrochen hat, zu tun hatte.
Siehe zum Thema Argumentieren Philosophie und Pizza.

Aber darum geht es nicht. Es geht ja gar nicht um die Sache. Es geht einzig und allein ums Gesicht und ums Gesicht bewahren und ums Gesicht nicht verlieren. Denn, das hat oberste Priorität, vollkommen klar.
Und das, wiederum, ist eine zutiefst männliche oder sagen wir aufs Patriarchat zurückzuführende Qualität. Frauen nehmen sich freiwillig und gerne zurück, während Männer darauf programmiert oder dazu erzogen, das mag ich nicht beurteilen, sind, sich in den Vordergrund zu drängen, sich zu profilieren und jedenfalls besser zu sein als der andere. Meine Mutter hat einmal gesagt: „der Papa hat noch nie auf etwas verzichtet für euch. Im Gegenteil, er wetteifert und gönnt euch nichts. Während ich schon 1000 mal auf etwas verzichtet habe“ (und das gerne und ohne eine Gegenleistung zu erwarten.)
Die Erwartungshaltung gegenüber Männern und Frauen ist auch eine völlig unterschiedliche. Oben genannte stereotypische Verhaltensweisen sind auch die, die man vom jeweiligen Geschlecht in unserer Gesellschaft erwartet. Eine Frau, die sich in den Vordergrund drängt, wird sofort gemaßregelt, sie wird als Emanze im Sinne von Mannsweib bezeichnet oder als Drama Queen oder Prinzessin. Während ein solches Verhalten von einem Mann nicht nur geduldet sondern auch bestätigt wird, denn so gelangen Männer zum Erfolg. Eine Frau wiederum hat sich zurückzunehmen, von ihr wird erwartet, dass sie die Kinder hütet (den Punkt, dass sie Kinder will überspringen wir natürlich), sie darf arbeiten, solange sie sich nebenbei um den Haushalt kümmert. Niemand erwartet das von einem Mann. Und um das tun zu können und trotzdem nicht auf die Barrikaden zu steigen, muss man sich selbst zurücknehmen und die eigenen Bedürfnisse unter die Bedürfnisse der anderen Familienmitglieder stellen. Daher wird ein solch mütterliches Verhalten bei Mädchen gefördert. Eigentlich schon pervers, dass man so etwas mütterliches Verhalten nennt. Doch ich sage es so, denn sie wissen genau was ich meine. Oder? Und hier sind wir wieder bei den zwei Seiten. Wenn Sie nichts von mir halten, dann können Sie jedes meiner Worte auseinanderklauben und mich blöd dastehen lassen. Aber wenn sie sich darauf konzentrieren, was ich sagen will, dann verstehen wir uns.
Worte sind ja nichts anderes als Konzepte. Und wenn ich ein bestimmtes Konzept benennen will und es hat ein Wort, das eigentlich an sich schon fragwürdig für dieses Konzept ist, verwende ich es trotzdem, weise aber gerne darauf hin, dass mir ein anderes Wort besser gefiele für das Konzept. Sie verstehen was ich meine. Und darauf kommt es an. Und wenn sie nicht verstehen wollen, was ich meine, dann werden sie es auch nicht verstehen. Doch das kann ich nicht beeinflussen. Das ist Ihre Entscheidung. Und da ist auch ein großes Problem das Feminismus. Denn viele Menschen, nicht nur Männer, fühlen sich bereits angegriffen, wenn dieses Wort auch nur irgendwie im Raum steht. Dann ist die Kommunikation eigentlich bereits vorbei. Dann ist keine Kommunikation mehr möglich. Es wird nur noch schlimmer. Alles was dann noch gesagt wird kommt in den Topf feministischer Blödsinn. Es dringt nie durch.
Sie kennen das sicher. Wenn eine Runde Männer beisammen sitzt, dann verfallen sie oft in dieses Rüdengehabe. Einer versucht den anderen mit schlauen Sprüchen, dummen Witzen, und perversen Anekdoten zu übertrumpfen. Je primitiver desto besser, desto „männlicher“, es ist als würden sie in einen vorzeitlichen Evolutionsstatus zurückfallen. Auch sonst sehr besonnene und sogar feministische Männer fangen dann an Frauenwitze zu erzählen beispielsweise. Einfach nur um sich gegenüber den anderen zu profilieren. Nicht dass Frauenrunden in irgendeiner Form besser wären, aber DAs machen sie nicht. Sie versuchen eher eine andere schlecht zu machen, beides ist vollkommen logisch. Denn Frauen sollen ja aufs Aussehen (das hat mein iPhone geschrieben. Diktiert habe ich „Äußeres“ – interessantes Verdiktieren, finden Sie nicht?) konzentriert sein und nicht auf sich selbst. Deshalb konzentrieren sich Frauen eben in einer Gruppe auf andere Frauen, während Männer total auf sich konzentriert sind und nur die anderen ausbooten wollen, mit lustigen Methoden teilweise. Beides ist nur Gehabe. Es ist wie bei Hunden. Zwei Rüden können stundenlang um einander kreisen und sich dabei groß machen und möglichst tief anknurren. Stundenlang. Das ist reines Imponiergehabe. Es dient aber auch dem Vermeiden eines Kampfes. Es dauert aber in der Regel maximal, wenn überhaupt 1 Minute, da jede Ablenkung von beiden als willkommener Ausweg akzeptiert wird. Dann hat keiner sein Gesicht verloren, sie müssen aber trotzdem nicht kämpfen. Übertragen auf den Menschen würde das bedeuten, dass nur eine Ablenkung die Kontrahenten wieder auf den Boden bringt. Und dass sie sich außerdem trennen müssen. Denn sie kommen nicht weiter gemeinsam, sie stecken fest.
Manchmal kommt es ja tatsächlich unter Männern dann zu einer Schlägerei. Haben Sie so etwas schon einmal bei betrunkenen Frauen erlebt? Gewalt ist auch sowas. Männer richten die Gewalt eher nach außen, während Frauen sie nach ihnen („innen“ sagte ich, aber wieder auch wahr) richten. Ist das nicht komisch, dass Frauen alles Gute, fürsorgliche, anderen geben sollen, während sie das Schlechte für sich nehmen? Frauen neigen zum Beispiel eher dazu sich zu ritzen, oder magersüchtig zu werden, während so gut wie alle Amokläufer Männer sind. So gesehen leben wir in einer Schattengesellschaft. Denn, es ist ja durchaus naheliegend die vorhandenen Eigenschaften von Männern und Frauen so zu kombinieren, dass sie sich ergänzen. Männer stehen gerne im Mittelpunkt, Frauen kümmern sich gerne um andere – perfekt! Frauen an den Herd, Männer in die Führungspositionen und alle sind glücklich. Ja das Problem ist nur, dass das die Schattenseiten der Geschlechter sind und nicht ihre positiven Eigenschaften und es werden dadurch nur die Schattenseiten gestärkt und nicht die positiven Eigenschaften. Denn: Stehen Männer wirklich gerne im Mittelpunkt? Oder wird es nur von Ihnen verlangt? Oder können Sie es einfach gut? Und wollen sich Frauen wirklich ihr Leben lang um andere kümmern und nicht um sich selbst? Oder können Sie es einfach nur gut? Wäre nicht jemand, der die Bedürfnisse von allen im Blick hat, viel besser geeignet in einer Führungsposition als jemand, der sich nur profilieren möchte? Und wäre jemand, der sich nicht selbst verliert, wenn er sich um andere kümmert, nicht besser in einem fürsorglichen Beruf? Wer sind denn die geborenen Manager? Die besten Manager, die ich kenne, sind Mütter. Ich weiß das ist auch so ein Reizwort. Die Mütter, die armen armen Mütter, das können die meisten Männer wohl nicht mehr hören, da sie Mütter nicht als arm empfinden. Ich kann es ja selbst kaum hören, weil ich ja auch keine bin. “Schließlich wollte sie Kinder”, “schließlich wollte sie bei den Kindern bleiben”, “schließlich wollte sie die Scheidung”, “schließlich zahle ich ja endlos viel Geld”, “schließlich verdiene ich ja mehr und deswegen ist es gescheiter sie bleibt daheim”. (Mir fällt erst jetzt auf, dass das Wörtchen “schließlich” dazu dient, die Verantwortung hierfür zur Gänze an die Frau abzugeben, mit der Betonung darauf, was SIE wollte. Als ob der Mann völlig hilflos und zufällig in diese Opferrolle gelangt wäre) Und dann gleich das zweite Reizwort: Arm. Arme Menschen sind ja grundsätzlich selbst schuld. Denn jeder kann arbeiten und jeder ist seines Glückes Schmied und man muss nur an sich glauben und so weiter und so weiter und so weiter. Patriarchale Fahnensprüche/Propaganda. Siehe dazu mental load.
Der große unterschied ist dieser so genannte mental load, sprich die Verantwortung. Mütter haben eine Irrsinns große Verantwortung und die tragen sie meistens völlig allein, selbst wenn sie in einer Beziehung sind. Denn wer muss sich denn die Vorwürfe anhören, wenn das Kind ein anderes Kind bespuckt, oder wenn das Kind Verdauungsprobleme hat, wer geht denn zum Arzt mit dem Kind, wer muss entscheiden ob es eine Impfung bekommt oder nicht, zu welchem Arzt es gehen soll, andauernd unzählige Entscheidungen. Es beginnt ja schon mit dem Stillen. Eine Mutter die nicht stillt, muss sich rechtfertigen. Und als Rechtfertigung akzeptiert wird nur eine Krankheit oder eine andere physische Sache. Eine Mutter, die nicht spielen (haha!! Schon wieder! „Stillen“ natürlich) WIll, das darf man ja nicht mal aussprechen! Siehe dazu z.B. Stillzwang
Der Mann sagt vielleicht seine Meinung, aber, da die Mutter ja daheim ist, und es ihre Aufgabe ist, v.a. am Anfang, für das Kind zu sorgen, recherchiert sie natürlich viel mehr, spricht viel mehr darüber, mit anderen Müttern, so dass die Entscheidung wiederum im Grunde bei ihr liegt, weil sich dadurch ja auch die Kompetenz hat. Aber dass das eine irrsinnige Anstrengung ist, dass sieht niemand, das ist unsichtbar. Und ich glaube schon, dass viele Mütter dann auch in diese Rolle hineinwachsen und den Vätern gar keine Chance geben diese Rolle zu übernehmen. Denn dann müssten die Mütter den Vätern wirklich beim Scheitern zusehen. Und das können sie nicht. Denn schließlich geht es um das Kindeswohl. Langfristig betrachtet ist das Kindeswohl wohl besser dran, wenn auch der Vater weiß, was richtig ist. Aber es ist ja vollkommen klar, dass der das erst lernen muss. Genauso wie es die Mutter MUSSTE. Nur, wenn man das nicht muss, dann passiert es auch nicht. Denn niemand macht das freiwillig und gerne. Fast niemand. Die Supermamas aus der Werbung machen das natürlich alles gern. Laut Kika Werbung machen wir Frauen zu Weihnachten ja nichts lieber als die Wohnung dekorieren, Kekse backen und uns um unsere Liebsten kümmern. Fragen Sie mal eine Mutter was sie zu Weihnachten am liebsten macht. Oder, besser gesagt: am liebsten machen WÜRDE. Ich glaube 99% hätten gern, dass ihnen jemand die Wohnung dekoriert, für sie kekse backt und sich um sie kümmert. Und, das ist auch ein springender „.“ (. . . ..) : Kekse zu kaufen ist kein Ersatz. Muss ich das erklären? Ich habe in meiner ersten Beziehung fast immer gekocht. Dafür hat er gezahlt wenn wir essen gingen. Ich hasste diesen Deal. Denn ich musste
Mir was überlegen
Einkaufen
Kochen, also Zeug schnippeln, zubereiten, nebenbei abwaschen
Und er
Legte einfach Geld hin. Klar musste er für das Geld arbeiten, aber seine Arbeit wurde bezahlt, meine galt als selbstverständlich. Abgesehen davon war ja meine Arbeit für UNS. Ausschließlich. Während seine Arbeit für die Firma war, also ich steckte Energie in die Beziehung, und er nicht. Sondern nur Geld. Das ist was vollkommen anderes. Dass viele Männer das anders sehen, entnehme ich aus Aussagen wie „na ich geh ja dafür arbeiten!“ – NEIN. Du gehst FÜR DICH arbeiten. Rechtlich gesehen gebührt der Frau nur ein Prozentsatz. Und spüren tut sie davon NICHTS. Ihre Arbeit geht aber zu 100% in dich/die ach so hochgelobte Familie. Du spürst sie jeden Tag, IMMER. In jedem Frühstücksbrot, in jedem frischen Bettzeug, in jeder sauberen Ecke..überall wo man es nicht sieht. Aber du kannst es spüren. Oder auch nicht, dann wird deine Frau das aber schon gar nicht mehr mitmachen.
Ich fand jedenfalls dass das ein Scheißdeal war, und es ist mir rätselhaft, warum eine Einladung zum Auswärtsessen was Tolles sein soll und noch weniger, warum ich dafür dankbar sein soll. Am 22.10. ist equal pay day. Fair wäre es, wenn ab dem 23.10. keine Frau mehr einen Finger rühren würde und sie jeden Tag 3x zum Essen eingeladen würde, bis zu Silvester. Und dann isses immer noch nur ein monetärer Ausgleich und wiegt niemals die Energie auf. Kein “Danke”, nix. Selbstverständlich sollte das sein! Vollkommen SELBSTVERSTÄNDLICH. Für einen Energieausgleich müssten die Männer kochen. Und zwar genauso oft wie ihre Frauen, selbst und schwitzend dabei, mit Kinderwagen, Arztterminen, Schulaufgaben und allem drum und dran inklusive. Uva null Unterstützung. Null. Vom Partner. Eis essen zählt nicht. Dinge, die dem Erwachsenen auch Spaß machen sind keine Unterstützung. Eine Entlastung vielleicht. Aber keine Unterstützung. „Ich unternehme viel mit meinen Kindern“ – schön für dich! Schön, dass du dafür Energie hast. Sei dankbar, dass deine Frau DAS als „Arbeit” betrachtet, während sie dann endlich daheim die aufgeschobene Arbeit tatsächlich ERLEDIGT und hackst während ihr lustig Eis esst..
Arme Männer, oder? Immer so hilflos ausgeliefert. Am besten gar nicht heimkommen und in der Arbeit bleiben. Da kann Mann dann beruhigt das Killerargument des Geldverdieners auspacken und strapazieren. Was soll Frau auch darauf sagen? “Ach richtig, natürlich, du arbeitest ja! Danke, dass du mich und unsere Genkopien ernährst, oh großer Vater, Heiland aller Himmel, ich hab ja den ganzen Tag NICHTS gemacht und an Nichts gedacht und deswegen isses ja überhaupt kein Problem, wenn ich noch 3 weitere Stunden nichts tue!”
Ich mein, es is schon klar, dass Windeln wechseln und Hausarbeit keine ARBEIT ist, oder? Weil 1. Kann das jeder und 2. Muss das jeder und deswegen isses auch 3. Nicht bezahlt. Wer isn so blöd und arbeitet ohne Bezahlung?? Na dann kann’s ja keine Arbeit SEIN, wenn’s nicht bezahlt is! Logisch!!!
Die Kinderbetreuung is ja zumindest zum Teil schon ausgelagert, mit Kindergarten und der Schule, der nächsten fragwürdigen Institution. Für Hausarbeit gibt’s Haushaltshilfen, 1 von 100h die Woche. Und suchen, betreuen, organisieren tut die…wer? Die geheimnisvolle Lebensmanagerzauberfee??
Ich schreib ab jetzt ZM für Zitate meiner Mutter. ZM A Hausfrau is a billige Putzfrau, Hur und Köchin in einem. Liebe Männer, seid ihr zufrieden mit unserer Mutter und Hausfrau Modell 2.0? Bei Beanstandungen wenden Sie sich bitte an unsere derart unterbezahlten Servicemitarbeiterinnen, dass diese gerne ihren Platz einnehmen würden.

Wittgenstein, das war ja auch so verkopftes Gwirks, was der geschrieben hat. Die Philosophie is überhaupt..useless. Nicht useless als Wissenschaft sondern useless, so wie sie unterrichtet wird. Indem die Lehren von patriarchal geprägten Denkern studiert werden. Ausschließlich männlichen! Derart engstirnig! Die größten Denker der Vergangenheit mussten ja engstirnig sein, sonst hätten sie ja erkannt, dass da was schief rennt. Die Lehre vom Denken von engstirnigen Denkern zu übernehmen, das is ja wie sich Malerei und Photographie von einem Blinden zeigen lassen. Sehr expressionistisch, aber das is halt bei weitem nicht alles. Jedenfalls hat Wittgenstein gesagt, oder zumindest hab ich das so verstanden, und das is das einzige, was von einer ganzen Vorlesung hängen blieb und auch nur weil ich daneben ein anderes Buch von ihm las, war, er sagte sinngemäß: “wenn du mir sagst, “mein Arm tut weh”, dann kann ich nicht wissen wie es dir geht, denn dazu müsste ich fühlen was du fühlst. Das kann ich nicht, daher ist Sprache immer unzulänglich”. Diese Einsicht prägt mich bis heute. Ich kann nur Dinge nachvollziehen, die ich selbst erlebt habe. Und selbst dann erlebe ich sie ja anders als du. Also gibt es niemals eine 100% Übertragung. Und deswegen bringt es auch überhaupt nichts zu sagen: “das hatte ich auch mal”. Kennen Sie das? Man sagt zB was wie: “ich muss morgen zur Darmspiegelung” und dann kommt die Antwort: “Ja, das hatte ich auch mal” um eine intensive Auseinandersetzung mit dem Thema zu vermeiden anstelle von “oje, warum das?” Oder “wo, bei welchem Arzt?”, was echtes Interesse bekunden würde. Doch auf den anderen eingehen und sich selbst zurück nehmen…nyet. Sich selbst in den Mittelpunkt rücken besser.