Liebe ist unendlich und die universelle Mutterliebe

Liebe ist unendlich. S stimmt nicht. Man kann Liebe verschwenden. Liebt man beispielsweise einen Playboy, Kiffer, Alkoholiker oder irgendeinen anderen emotionalen Krüppel, dann is das Verschwendung. Verschwendung der gedanklichen, emotionalen und physischen Liebesressourcen.

Immer denkt man an ihn, wenn man einkaufen geht kauft man ihm Milchschnitten, auch wenn man die selbst hasst. Und er? Er macht das nicht. Auch nichts dergleichen. Denn er denkt eben nur an dich wenn er dich physisch vor sich hat oder wenn du ihm gerade SEINE Bedürfnisse erfüllen könntest. Er trinkt schamlos von deiner Liebe, sie nährt ihn und dich

Nährt niemand. Du bekommst regelmäßig physisch Nähe, aber that’s it. Damit hält er dich warm

Und reden tut er viel. Wie wichtig du für ihn bist. Wie sehr er dich braucht. Dass er ohne dich nicht sein kann. Stimmt alles. Dass er dich liebt

Stimmt nur nicht.

Und so fließt und fließt die Liebe in 1 Richtung nur. Und irgendwann, irgendwann, wenn du beginnst dich selbst zu lieben, ist sie weg. Du liebst den Menschen, den du in ihm gesehen hast zwar immer noch, aber du ziehst deine Ressourcen ab. Vielleicht hasst du ihn sogar, weil er deine Zeit verschwendet hat. Weil er dich dazu gebracht hat deine Liebe zu verschwenden. Er hat seine nicht verschwendet. Er hat dir ja fast nie was davon gegeben. Du ihm alles. Hättest ja nicht müssen! Ja, das hört man im Nachhinein. Aber vorher, vorher sagen alle  “du musst was riskieren für die Liebe” oder „du musst daran arbeiten“ (siehe auch http://www.keinname.at/was-ich-alles-muss/)

Und

“Liebe deinen Nächsten wie dich selbst”

Und was man nicht noch alles tun soll. Kein Mensch sagt dir: verschwende deine Liebe nicht an jemand, der ihrer nicht würdig ist.

An jemanden, der sie nicht wert ist. An jemanden, der nur nimmt und nichts gibt. (Viele Männer geben ja Geld als Ausgleich. Frage: kann man deine Liebe kaufen?)

“Du kannst nichts verlieren”

Oh doch. Du kannst alles verlieren, deine Würde deine Hoffnung deinen Glauben deine Freiheit deine Gesundheit und das sind nur die Dinge die mir spontan einfallen. Alles. Freunde, Familie, gibt’s auch. Alles. Geld. Alles.

Kein Wunder dass sie in manchen Kulturen die Frauen zunähen. Zum Schutz. Nur sollten sie die Männer halt auch zunähen, sonst bringt’s ja nix.

Alles ist ein hoher Einsatz

Fürs 3. Date.

Nachm 3. Date Oder halt ein zwei dates früher oder später is man dann “zam”. Mit jemandem, der einen kaum kennt. Auch hier verweise ich wieder als Gedankenspiel an Kulturen wo die Eltern die Kinder verpaaren – eine doch wesentlich sicherere Methode, auf jeden Fall.

Verrückt. Jeder Hund ist der Liebe würdig. Und kaum ein andersgeschlechtlicher Mensch.

Ich glaube ja, aber das ist noch nicht belegt oder zu Ende gedacht, dass Menschen deswegen Kinder kriegen, damit sie lieben können. Bei vielen kommt es mir so vor. Weil die ganzen Sprüche

„Als XX zur Welt kam, das war für mich der Sinn des Lebens“

„Ich war so erfüllt von reiner Liebe“

„Die eigenen Kinder überleben das is das schlimmste“

(Seit wann eigentlich? Bach hatte 13 Kinder und die Hälfte hat das 5. Lebensjahr nicht erreicht.)

„Du hast keine Kinder du kannst dir das nicht vorstellen.“

Doch! Kann ich! Denn ich kann lieben. Und zwar nicht nur meine Kopien, meine Gene, quasi mich selbst. Can you?


DAs führt mich gleich zu einer der größten Lügen der Menschheitsgeschichte, zumindest der geschriebenen, sogar Platon sprach davon, und Sophokles und alle danach, über Erich Fromm und keine Ahnung wer derzeit noch so einen Schwachsinn verbreitet:

DIE UNIVERSELLE MUTTERLIEBE

Bitte das stimmt nicht! Kinder lieben universell, nicht Eltern!!! Es gibt 100 tausende Mütter, die ihre Kinder nicht lieben. Und noch viel mehr, die sie nicht mehr lieben wenn sie keine unmündigen Kinder mehr sind! Das ist so ein Schwachsinn!

Ich hab mein halbes Leben geglaubt etwas stimmt nicht mit mir weil meine Mutter mich nicht geliebt hat. Und der zweite abgeleitete Irrglaube: Jahrelang dachte ich das was ich von ihr kriegt hab wäre Liebe!

Und sie hat sich ihr Leben lang verbogen um so zu wirken wie eine liebende Mutter. Anfänglich war sie das wahrscheinlich auch. Aber dieser Druck dass man als Mutter die Kinder lieben muss und ihre eigene schwere Kindheit, in der ihre Mutter zugeschaut hat wie sie verdroschen wurde machten es ihr unmöglich. Universelle Mutterliebe, wie blind muss man sein um das zu behaupten. Unfassbar.

Und ja ich merke das. Ich merke den Unterschied – mein Vater liebt mich, das spüre ich mit jeder Faser meines Körpers, wenn ich mit ihm rede. Dafür bin ich sehr dankbar. Mein Vater ist mir auch einfach viel näher, er denkt und fühlt ähnlich wie ich und kann mich daher verstehen, mein Denken und Handeln. Meine Mutter..nein. Ist so. Und das tolle daran: mit mir stimmt gar nichts nicht!

Und ich bin auch dankbar für meine Mutter. Denn wenn sie der Meinung war wir machen was falsch hat sie uns das gesagt und nicht den Kopf für uns hingehalten weil Familie. Stichwort Ehrenmorde. Is doch vollkommen behämmert, ich muss doch nicht was was ich behämmert find / was behämmert ist unterstützen nur weils mein Kind is. Oder meine Schwester oder sonstwer.

Es muss schön sein eine liebende Mutter zu haben, die immer hinter einem steht. Egal was man aufführt. Jeder, der dieses Privileg hat sollte dankbar sein und das auf gar keinen Fall für selbstverständlich nehmen. Denn das IST

ES

NICHT.

Naja und sind wir uns doch ehrlich, ich mein, die meisten Kinder sind super, aber manche sind halt einfach Arschlöcher. Und die meisten Mütter lieben sie trotzdem. Auch wenn sie nicht hinter dem stehen was die machen. Das ist die sogenannte universelle Mutterliebe. Nur das sagt halt keiner richtig. Also: die Mutterliebe ist nicht universell, sondern es gibt universelle Mutterliebe bei einigen, und bei anderen halt nicht.

Nicht: jede Mutter liebt ihr Kind

Sondern: viele Mütter lieben ihr Kind egal wie gestört es is.

Die Kinderliebe, die ist universell. Man liebt die Eltern, man kann gar nicht anders, das is irgendwie programmiert. Und auch wenn man sagt: ich hasse meine Mutter oder ich hasse meinen Vater”, das stimmt nicht. Da spricht nicht die Seele, die Seele lässt sich nicht belügen. Man redet sich das ein um sich zu schützen, vor deren Nichtliebe und oder anderen damit verknüpften Gräueltaten. Irgendwie muss man sich da abgrenzen. Aber man kann sich nie abnabeln.

Hunde und Kinder sind die einzigen 100% safe choices, wenn man seine Liebe nicht verschwenden will.

Naja, aber wer steht schon auf 100% safe ?

Aber bissl safer als 3. Date wär halt..vielleicht..angemessen. Zerst amal in den Kühlschrank schauen, die Ex kennenlernen, die Eltern und Freunde, und ihn einmal ohne Zettel zum Billa schicken. Das bringt mehr als reden. (Achja und einmal mitfahren mim Auto, daran lässt sich extrem viel ablesen find ich, von Intelligenz bis Reizbarkeit)

Dann bleibt keiner übrig? Ja ich weiß, und das wird sich nie ändern
Solang wir Frauen uns mit jemand zufriedengeben, der uns weniger wertschätzt als ein Hund.

Sex sollt eigentlich so ein Nebeneffekt sein. Des einander gut tun Wollens. Wie weit wir doch davon entfernt sind

Was ich alles muss

Ich muss Ziele haben
Ich muss zielstrebig sein!!
Ich muss auf was hinarbeiten
Ich muss immer wissen was ich will
Und ich muss wissen ob ich Kinder haben will oder nicht, bevor ich auch nur ein einziges Wort gewechselt hab mit dem Partner

Und ich muss bestimmte Dinge mögen
Wie
Konzerte
Und Strandurlaub

Und ich muss mich rechtfertigen
Immer rechtfertigen
Ganz viel, immer rechtfertigen
Ganz oft dafür dass ich eine Frau bin. Und noch öfter dass ich nicht alles kauf, va nicht Dinge in der Werbung und den Medien generell, wie das Familienidyll.

Aja und treiben lassen können, wie das Wasser sein muss ich auch
Aber nie ziellos! Ziellos sein is ganz schlecht

Hat der Dalai Lama ein Ziel? Hatte es Mutter Theresa? Jesus? Oder hatten sie Wünsche? Oder sind sie einfach ihrem Herzen gefolgt also sich selbst treu geblieben? Was heißt das? Wenn ich doch so viel muss, was gar nicht in meinem Herzen is.

Achja und ich muss 1 Menschen lieben! Der muss das andere Geschlecht haben und wir müssen uns vermehren und unsere Reproduktionsergebnisse müssen wir, aber eigentlich nur ich als Mutter (nicht Frau) lieben. Muss! Immer. Für immer.
Und wenn ich etwas an dieser anderen Person anderen Geschlechts nicht liebe, dann stimmt was nicht mit mir. Dann muss ich an mir arbeiten. Ich muss dann nur an der Beziehung ARbeiten. Wenn ich jahrelang unglücklich bin hab ich einfach noch nicht genUG daran gearbeitet. So is das.

Und ogott ich muss ja das Leben genießen! Wenn ich das Leben amal nicht genieß dann stimmt scho wieder was nicht mit mir. Siehe http://www.keinname.at/die-duemmsten-sprueche-der-welt/

Ich kann den Urlaub genießen

Weil

Da MUSS ich nix

Es muss dir egal sein, was andere denken

Es muss dir egal sein, was andere denken/Erst wenn dir egal ist, was andere denken, wirst du frei sein.

Der Spruch ist ein Klassiker der Kategorie „Das Gegenteil von gut ist gut gemeint.“ Es is immer gut gemeint, wenn das jemand sagt, manchmal wird es sogar zitiert, weil das irgendwelche Gurus wie viele andere unglücklichmachende, realitätsferne und sektenmäßige Ratschläge verbreiten.

Wenn einem egal ist was andere denken is man eine Amöbe und kein hoch entwickeltes soziales Lebewesen, ein Mensch. Klar is einem nicht egal, was andere denken. Es war mal überlebenswichtig integriert zu sein in einer Gemeinschaft. Auch heute ist es zwar schon möglich völlig allein zu leben, aber wer will das schon, dafür sind wir ja überhauptnicht gedacht. Also NATÜRLICH ist es wichtig, was andere denken. Durch die Reflektion der anderen erkennen wir ja auch erst uns selbst.

Echt, der Spruch is einfach nur dumm. Und spielt natürlich mal wieder dem Patriarchat in die Hände. Ein weiterer Vorwand sich nicht von Gefühlen lenken oder auch nur beeinflussen zu lassen. Offen zu sein, empfangend, weiblich. Weil das is ja schlecht. Omygoddess, wie schwach sinn ig

siehe auch http://www.keinname.at/die-lukasschen-kommunikationsaxiome/

Und dazu, WAS einem wichtig ist...

Welche Leute WAS von einem halten.

Am Anfang die Familie
Dann die Schule

Lauter Vorbilder die selbst nur müssen und sollten, gemusst und gesollt haben.

Auf der Uni Kant und Wittgenstein, Voltaire, Sokrates und die ganzen anderen Typen mit ihrer gänzlich eingeschränkten männlichsingulären Sicht der Dinge. Die über Mutterliebe sagten sie wär universell. Blind wie Maulwürfe.

Oder sogar gewalttätig gegenüber ihren Frauen und Kindern. Tolle Vorbilder, von denen kann Mann was lernen, kotzspeib.

Musiker, Schauspieler, Influencer, die haben’s geschafft! Was? Dass ihnen 1000e andere nacheifern? So sein wollen wie sie? SO, so und nicht anders.

Wo bleibt der Mensch?