Die verlorenen Seelen

Ich seh dich ertrinken
Seh dich davontreiben
Werfe Dir ein Seil, einen Rettungsring nach dem anderen zu
Doch du greifst nicht hin
Und ich kann nur
Immer und immer wieder
Probieren
Immer und immer wieder rufen
Kehr um!

Du schwimmst aufs offene Meer
Einem Geist hinterher
Der dich gefangen, klein und mickrig macht
Voll Überzeugung gibst du dich ihm hin
Und merkst nicht
Wie du immer lebloser und lebloser wirst
Immer weniger du selbst
Haltest  fest am Untergang
Aus Sturheit, Überzeugung, irgendeinem Wahn.
Ich weiß nicht wie ich dich retten kann.

Ich hatte dich fliegen sehen
Sah deine Flügel, deinen Schein
In meiner Vorstellung
Wolltest du niemand anders sein
Voll Glanz und Anmut
In deinem echten Selbst
Doch nun hast du dich selbst entstellt
Nun bist du für immer allein in der Welt.

Nun wo dein Herz wird zur
Wüstenlandschaft
Aufgefressen und voll Dornen
Hält dich nichts beim Leben
Denn nichts dringt durch
Nichts, denn ohne Furcht

Ich sehe dich, und du wehrst dich nicht
bist Dir ganz fremd
So weit weg
Ich spüre dich mehr als du dich selbst
Und Verzweiflung, Hilflosigkeit, Entsetzen
Wieso lässt du dich nicht retten
Nimm meine Hand bitte erinner dich
Erinner dich an mich
Und daran wer du bist
Ich liebe dich