Doggy stuff

Die neue Schule und die alte Schule..

Es macht keinen Sinn einen Hund zu schimpfen, den ich selbst erzogen habe – ich habe ihm ja beigebracht, was er tun soll und was nicht, also ist es immer eine Konsequenz MEINES Verhaltens, wenn er etwas tut.

Und auch ein Hund aus dem Tierheim hat bereits Dinge gelernt. Vielleicht hat er gelernt, dass er sein Futter verteidigen muss. Wenn er dich anknurrt, wenn er frisst und du ihn schimpfst – wird er sein Futter dann mehr oder weniger verteidigen?

Wir müssen endlich anfangen Hunde zu verstehen anstatt sie zu trainieren.

Ich werde hier Dinge über Hunde posten. Da die Seite im Aufbau ist, hier die Links zu meinen Quellen und Inspirationen als ausgebildete Hundebetreuerin nach PDTE.

3 Dinge vorab

  1. dem Hund einen Leinenruck zu verpassen ist keine Erziehung, sondern Tierquälerei.
  2. ein Hund würde niemals frontal auf einen anderen Hund zugehen, ihn dazu zu zwingen ist wie einem Menschen die Hand mit dem Mittelfinger hochzubinden und ihn zu zwingen so an anderen Menschen vorbei zu gehen.
  3. Agility ist keine Auslastung für einen reaktiven Hund, im Gegenteil, es führt nur zu noch mehr Stress.

Hunde bestehen praktisch aus Spiegelhormonen – wieso sollte der Hund also ruhig werden, wenn ich ihn anschreie?

Vieles an unserem Umgang mit Hunden ist sehr sehr veraltet, aber wenn wir nur einmal hören wie es „richtig“ wäre zu agieren und zu reagieren, dann ist dies auch viel logischer, nachvollziehbarer und natürlicher als die „alte“ Schule. Das meint Turid Rugaas mit „showing the right way“ – man muss den richtigen Weg nur vorleben, dann ist es für jederfrau sichtbar, was richtig und was sicherlich falsch ist. Das Umdenken ist in jedem Fall total einfach 🙂

Und das beste an der neuen Schule: sie ist nicht dominiert (!), sondern hauptsächlich geteilt von Frauen.